Seit 2023 beträgt die Grunderwerbsteuer in Sachsen 5,5 %. Dieser Beitrag zeigt, wie sie berechnet wird, wann sie fällig ist und wo sich legal sparen lässt.

Grunderwerbsteuer Sachsen 2026 - Höhe, Berechnung, Sparmöglichkeiten

Beim Kauf einer Immobilie in Sachsen fällt Grunderwerbsteuer an — seit dem 1. Januar 2023 beträgt sie 5,5 % des Kaufpreises. Damit liegt Sachsen im oberen Mittelfeld der Bundesländer. Dieser Beitrag zeigt, wie die Steuer berechnet wird, wann sie fällig ist und wo sich legal sparen lässt.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen?

Der Satz beträgt einheitlich 5,5 % — unabhängig davon, ob Sie in Leipzig, Dresden oder Chemnitz kaufen. Bis Ende 2022 waren es 3,5 %; zum 1. Januar 2023 hat Sachsen den Satz angehoben. Ältere Angaben mit 3,5 % sind veraltet.

Bemessungsgrundlage und Berechnung

Grundlage ist der im Kaufvertrag vereinbarte Kaufpreis. Ein Beispiel für eine Wohnung in Leipzig:

PositionBetrag
Kaufpreis300.000 €
Grunderwerbsteuer (5,5 %)16.500 €

Wann ist die Grunderwerbsteuer fällig?

Nach der Beurkundung meldet der Notar den Kauf dem Finanzamt. Dieses erlässt den Grunderwerbsteuerbescheid; die Steuer ist in der Regel innerhalb eines Monats zu zahlen. Erst nach Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus — ohne sie erfolgt keine Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Sachsen im Bundesland-Vergleich

BundeslandGrunderwerbsteuer 2026
Bayern3,5 %
Sachsen5,5 %
Berlin6,0 %
Nordrhein-Westfalen6,5 %

Bayern liegt mit 3,5 % am unteren Ende, mehrere Bundesländer (u. a. NRW) bei 6,5 % am oberen. Sachsen liegt mit 5,5 % dazwischen.

Lässt sich die Grunderwerbsteuer senken?

Legal ja, in Grenzen: Mitverkauftes bewegliches Inventar (z. B. Einbauküche, Markise) unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer und kann im Kaufvertrag separat und angemessen ausgewiesen werden. Bei Bauträgerobjekten kann die Aufteilung in Grundstücks- und Bauvertrag eine Rolle spielen — die Zulässigkeit ist einzelfallabhängig. Wichtig: Die Werte müssen realistisch und belegbar sein, sonst erkennt das Finanzamt sie nicht an.

Einordnung für Käufer in Sachsen

Die Grunderwerbsteuer ist Teil der Kaufnebenkosten, die Sie aus Eigenkapital aufbringen — Banken finanzieren sie meist nicht mit. Den vollständigen Überblick gibt unser Beitrag zu den Kaufnebenkosten. Konkrete Objekte in Sachsen finden Sie in Leipzig und Dresden; den Investment-Rahmen zeigt die Übersicht zu Immobilien als Kapitalanlage.

Steuer-Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche Beratung. Steuersätze können sich landespolitisch ändern — maßgeblich ist der Stand zum Datum des Notarvertrags.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen 2026?

5,5 % des Kaufpreises, einheitlich in ganz Sachsen.

Seit wann gelten 5,5 %?

Seit dem 1. Januar 2023. Davor betrug der Satz 3,5 %.

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer?

In der Regel der Käufer. Die Festlegung steht im Kaufvertrag.

Ist die Grunderwerbsteuer steuerlich absetzbar?

Bei Kapitalanlagen gehört sie zu den Anschaffungskosten und wird über die Abschreibung (AfA) mit dem Gebäudeanteil berücksichtigt. Bei Eigennutzung ist sie nicht absetzbar.

Persönliche Beratung durch die Bendix Group

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